R2 Anleitung & Wissensdatenbank
R2v3- und IH-Überwachung: Eine kurze Einführung und wichtige Ressourcen
Eine Schlüsselkomponente von R2v3 ist Ihr EH&S-Managementsystem. Gemäß Kernanforderung 3 müssen alle Einrichtungen ihre Umweltauswirkungen sowie Gesundheits- und Sicherheitsrisiken identifizieren, analysieren und kontrollieren. Nun, während R2v3 nicht ausdrücklich eine IH-Überwachung erfordert alle Einrichtungen, muss jede Einrichtung das Risiko einer Exposition gegenüber potenziellen Kontaminanten bewerten, und abhängig von den Ergebnissen dieser Bewertung kann eine IH-Überwachung für Ihre Einrichtung erforderlich sein oder nicht.
Obwohl die Bewertung Ihrer Einrichtung einzigartig für die Besonderheiten Ihrer Organisation sein wird, sind die wichtigsten bestimmenden Faktoren im Allgemeinen „mit welchen Geräten und Materialien kommt Ihre Einrichtung in Kontakt“ und „wie gehen Sie mit diesen Gegenständen um?“.
Nachfolgend finden Sie einige zusätzliche Ressourcen und Anleitungen, die Ihnen dabei helfen, festzustellen, ob Ihre Einrichtung möglicherweise eine IH-Überwachung erfordert.
Die Berichte des National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH) identifizieren die folgenden gefährlichen Stoffe als Quelle für potenzielle Expositionen von Arbeitern und Mitnehmern neben den wichtigsten elektronischen Komponenten, in denen sie typischerweise zu finden sind:
| Gefährliche Sustanz | Elektronisches Bauteil |
|---|---|
| Blei | Batterien, Leiterplatten, Netzkabel und Kathodenstrahlröhren (CRTs) |
| Cadmium | Batterien, Pigmente, Kunststoffstabilisatoren, Metallbeschichtungen und CRT-Leuchtstoffe |
| Silber | Elektrische Kontakte und Lot |
| Quecksilber | Leuchtstofflampen, Batterien, medizinische und Telekommunikationsgeräte und einige Flachbildschirme |
| Flammschutzmittel | Computer- und Monitorgehäuse, Leiterplatten, Draht- und Kabelisolierungen |
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: https://www2a.cdc.gov/hhe/search.asp
Beim Umgang mit den oben genannten elektronischen Komponenten oder Gegenständen, die diese Komponenten enthalten, besteht die Gefahr, dass Sie gefährlichen Bestandteilen ausgesetzt werden, manchmal während der Verarbeitung und manchmal nur durch Gegenstände, die beim Transport oder der Handhabung beschädigt oder zerbrochen wurden. Und insbesondere wenn eine Einrichtung eines dieser Elemente zur Materialrückgewinnung zerlegt, wie z. B. in einer nach Anhang E – Materialrückgewinnung zertifizierten Einrichtung, könnte ein erheblich erhöhtes Expositionsrisiko bestehen. Aus diesem Grund erfordert Anhang E eine detailliertere Bewertung des Expositionsrisikos sowie mehrere spezifische Bedingungen, unter denen eine IH-Überwachung für Ihre Einrichtung erforderlich wäre.
In der Norm referenziert:
- Kernanforderung 3.(d)(3)
- Anhang E – Materialrückgewinnung (4) Die Gefahrenidentifikation und -bewertung (c), (b) und (i)
Weitere Informationen und Anleitungen zu den IH-Überwachungsanforderungen finden Sie in diesen Artikeln in der R2-Wissensdatenbank:
- FESTLEGUNG, OB INDUSTRIELLE HYGIENE (IH)-ÜBERWACHUNG ERFORDERLICH IST
- HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN ZU INDUSTRIELLEN HYGIENEANFORDERUNGEN
- QUALIFIZIERUNG VON NICHT-R2V3-NACHgelagerten Anbietern für die Materialrückgewinnung
Und schließlich, wenn Sie sich der mit Ihrem Betrieb verbundenen Gefahren oder Risiken nicht sicher sind oder weitere Fragen zur IH-Überwachung haben und diese für Ihre Einrichtung erforderlich ist, sollten Sie erwägen, sich an einen qualifizierten Industriehygieniker zu wenden. Bei weiteren Fragen zum R2-Standard wenden Sie sich bitte an das SBFI-Team unter info@sustainableelectronics.org